Oscar-Nacht mit „Sexiest Powerfrau“Nadja Atwal: „Ich strahle Sicherheit aus“

von AMICA Online Autorin Bekennende MIF-Genießerin
Alle Infos zu Sandra: oder folge mir auf
© Victoria Janashvili
Nadja Atwal ist Amerikas „Sexiest Powerfrau aller Zeiten“ und lässt Stars wie Gisele Bündchen und Heidi Klum alt aussehen.

Bei der Wahl zur „Sexiest Powerfrau aller Zeiten“ musste das US-Magazin „Viva Glam“ nicht lange überlegen. Obwohl internationale Top-Stars wie Gisele Bündchen oder Heidi Klum zur Diskussion standen, machte ganz klar Nadja Atwal das Rennen. Die 33-jährige Schleswig-Holsteinerin zog vor zehn Jahren auf eigene Faust nach Los Angeles, um dort Karriere zu machen. Heute leitet sie eine imposante PR- und Produktionsfirma und kümmert sich liebevoll um ihre Familie.

Nadjas neuer Titel schlug so große Wellen, dass sie mittlerweile ein bekanntes Gesicht in der Welt der Medien ist. Anfang Februar nutzte die Deutsche ihre frisch gewonnene Popularität, um PETA in einer Kampagne gegen die Zoohaltung von Wildtieren zu unterstützen (Neue deutsche Export-Schönheit - Amerikaner finden Nadja Atwal sexier als Heidi). Am 25. Februar wird Nadja Atwal als Stilexpertin für ProSieben die Red Carpet-Looks der Stars bei den „Oscars“ unter die Lupe nehmen („Red!-Carpet – Live beim Oscar 2013“, ab 1.00 Uhr auf ProSieben).

Im Interview mit AMICA Online sprach Nadja Atwal über ihren überraschenden Titel, das Geheimnis ihrer Karriere und warum sie in die Vereinigten Staaten gehen musste, um durchzustarten.

© Victoria Janashvili/PETA

AMICA Online: Was war Ihr erster Gedanke als Sie von Ihrem Titel „Sexiest Powerfrau aller Zeiten“ gehört haben?
Nadja Atwal: „Kann nicht sein angesichts all der tollen Frauen, die mir in den Sinn kommen ... Ein tolles Gefühl – am Ende weiß man, es gibt immer jemanden, der schöner oder smarter, gebildeter oder erfolgreicher ist. Aber ich freue mich riesig, dass die Leute, die mir den Titel verliehen haben, mich für ein klasse Gesamtpaket hielten. Mein Mann stimmt der Wahl ja auch zu, was mir am wichtigsten ist.

Warum haben Sie Deutschland verlassen, um Karriere zu machen?
Ich habe immer groß gedacht und die Welt drehte sich nie schnell genug für mich. Schon mit 14 Jahren wollte ich nach Amerika gehen. In Deutschland erhielt ich für meine Ideen Kommentare wie „Hat ja gute Ideen die Nadja – ist aber noch ’n bisserl jung“. Ich vermutete, dass Amerika da anders tickt und lag richtig.

Was vermissen Sie an Deutschland am meisten?
Wann immer ich Heimweh nach meiner Familie habe, buche ich einen Trip nach Deutschland. Deutsches Frühstück mit frischen Brötchen vermisse ich zuweilen und die Morgenzeitung. Außerdem, dass die Leute fragen, wie es einem geht und tatsächlich an einer ehrlichen Antwort interessiert sind. Früher fehlte mir auch deutsches Radio mit all den europäischen 80ies- und 90ies-Songs, aber das höre ich jetzt via Internet!

© Victoria Janashvili
Nadja Atwal liebt den eleganten Mode-Stil der 50er Jahre.
„Eleganz ist mein Mode-Stichwort“

Wie haben Sie es geschafft, in den USA als PR-Managerin durchzustarten?
Es ging alles Schritt für Schritt. Solange ich Fortschritte sah, wusste ich, ich bin auf dem richtigen Kurs. Dazu hatte ich weder Angst vor Konkurrenz, noch habe ich über andere groß nachgedacht, sondern einfach mein eigenes Ding gemacht. Wichtig war mir, dass andere gerne mit mir zusammenarbeiten – oft habe ich nette Kommentare für meine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erhalten. Wirklich selbstbewusste Menschen mit Visionen und Zuverlässigkeit sind in Hollywood gern gesehen.

Stella McCartney mag's schlicht
Fashion Week Paris, FS 2013, Stella McCartney

Sie sind eine attraktive Frau mit ausgeprägtem Stilbewusstsein – von wem haben Sie das?
Schon als Teenager habe ich mich für Mode interessiert. Ich verschlang die Magazine, nähte und strickte Kleider. Heute kombiniere ich eigene Designs mit Top-Labels. Eine extrem surreale Entwicklung für mich … Dann machte ich als Model bei Modenschauen mit und tauchte tiefer in die „Stilforschung“ ein. Trends beäugte ich kritisch – an mir und anderen und kam zu dem Ergebnis, dass Eleganz wichtiger ist. Ich bin ein großer Fan von Filmen aus den 50ern, allein wegen der Mode. Die Frauen waren damals nicht schöner, aber man erliegt der Illusion, dass sie es waren, weil sie sich eleganter kleideten.

Haben Sie einen Lieblingsdesigner?
Ich mag die Kleider im 40-er und 50-er Jahre-Stil der deutschen Marke Drezz 2 Imprezz. Ein solches werde ich auch bei den diesjährigen Oscars tragen. Am besten gefallen mir aber die Designs von L’Wren Scott. Stella McCartney arbeitet sensationell, weil sie vegane Mode kreiert. Wie Leute Pelz tragen können, wo auf vielen Pelzfarmen den Tieren bei lebendigem Leibe das Fell abgezogen wird, ist mir unerklärlich. Und jeder Designer, der diese Tatsache aus Profitgier ignoriert, ist in meinen Augen ein Versager.“

„Sexiest Powerfrau“ Nadja Atwal im Interview - „Meine Tasche ist Nadja- und Babytasche in einem“

1
Nadja Atwal: „Ich strahle Sicherheit aus“
Google-Anzeigen
Sophia  |  03.03.2013 06:26
Klasse
Toller Artikel! Tolle Frau!

Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar