Merkwürdig dürres BeinWurde Verona Pooth dünn retuschiert?

Luftig, leichte Kleidung, ein wenig mehr Haut zeigen – darauf freuen wir uns im Frühling. So beschreibt auch Verona Pooth ihre Frühlingsgefühle, wenn sie an die inzwischen zehnte Kollektion denkt, die sie für den Mode-Discounter Kik selbst entworfen hat. „Weil man im Frühjahr und Sommer wieder leichtere Mode trägt, mehr Arm oder Bein zeigt, ziehen diese natürlich auch die Blicke auf sich. Und so kann sich jeder mit seinem Outfit aus der neuen Frühjahr/Sommer Kollektion eine tolle Figur machen“, erzählt die Modeikone und Mutter in einem Interview auf „Kik.de“. Eine tolle Figur machte die schöne Brünette bisher immer, umso mehr erstaunen die Bilder der Werbekampagne zur neuen Frühjahr-Sommer-Kollektion der Discountermarke. Da sie schon von Bein zeigen spricht, bleibt der Blick dort irritiert hängen.

Erstaunlich dünne Beine präsentiert die 44-Jährige, als sie ihre schwarze Leggins und das Longshirt mit Zebramuster vor der Kamera in Szene setzt. Wie mit dem Lineal gezogen, fehlt ihrem Oberschenkel jegliche weibliche Rundung. Ihre Figur wirkt unecht, Wangenknochen extrem betont und ihre Augenpartie irgendwie maskenhaft. Verona Pooth wirbt mit neuer Figur für ihre Kollektion der Günstigmode. Kaum vorstellbar, dass diese „Neuerungen“ von der Designerin gewollt waren, kennt man sie doch als selbstbewusste, sexy Powerfrau, die Sexiness mit der Akzeptanz des eigenen Körpers gleichsetzt, wie sie 2011 im Interview mit „Bild.de“ sagte. Retuschen überraschen in der Model- und Modebranche keineswegs mehr, sind alle es doch gewohnt, dass der Computer hier mal ein Fältchen, da mal eine kleine Straffung vollbringt – skurril wird es jedoch, wenn es daneben geht.

Was allerdings der chinesischen „Vogue“ vor knapp einem Jahr passierte, gehört wohl zu den extremsten Retuschen-Pannen. Victoria’s-Secret-Model Doutzen Kroes über Photoshop-Panne - „Ich möchte keine Gliedmaßen verlieren“ wurde auf dem Cover-Foto für die Septemberausgabe 2012 des High-Fashion-Magazins nämlich einfach mal das rechte Bein weggeschminkt. Auf der Luftmatratze, von der sie sich auf dem Bild über das Wasser des Pools tragen ließ, musste die schöne 28-Jährige dank Photoshop erst einmal einbeinig klarkommen.

Auch die aktuelle Shapewear-Badekollektion der Marke Charmline hat es mit seinem neuen Werbegesicht (oder -körper) gut gemeint: Schauspielerin Christine Neubauer modelt seit Januar 2013 neu erschlankt in angeblicher Kleidergröße 36 für das besagte Modehaus. Ganz glaubten Betrachter den Bildern der Kampagne allerdings nicht – zu Recht, wie sich herausstellte, als der Sprecher der 50-Jährigen einige Wochen nach Veröffentlichung der Fotos gegenüber „Bild“ bestätigte: „Dünn durch Photoshop - Künstlich erschlankte Christine Neubauer in Kritik“. Außerdem bezeichnete er die Arbeit mit Photoshop als normal, sah darin nichts Verwerfliches.

Bildbearbeitung ist aus der Modebranche eben nicht mehr wegzudenken, ist es doch oftmals kaum zu glauben, wie groß der Unterschied zwischen ungeschminkter Wahrheit und beschönigtem Fotoergebnis manchmal sein kann. Problematisch wird es nur, wenn die Werbegesichter mit angeblicher Zufriedenheit über den eigenen Körper werben und sich selbst als Naturschönheit schlechthin geben. Dieses Mal scheint der Photoshop-Fehlerteufel Verona Pooth erwischt zu haben. Schade, denn wie sie es in ihrem Kik-Werbeslogan so schön sagt, ist „natürlich sein ... besser, als wie man denkt“.

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Frau  |  04.04.2013 11:22
Man erkennt sie gar nicht...
sie sieht auf den ersten Blick aus wie Nicole Scherzinger - und das ist KEIN Kompliment!

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